An subba Neischnee hamma!

Ja, wir waren heute tatsächlich auf dem Berg. Naja, Berg. Es war eher ein Hügel. Und eigentlich sind wir den Großteil mit der Seilbahn gefahren. Aber immerhin warteten nach der Seilbahn noch 30 Minuten Spaziergang auf uns. Mit Anstieg!!!!! Also ist der Hiasl forsch und fröhlich vorangestiefelt, glücklich dieses Wochenende doch noch etwas weniger sauerstoffhaltige Luft zu atmen uns ich bin nörgelnd nachgewackelt. Am Ziel stand ein französisches Denkmal für alle Gefallenen Frankreichs sämtlicher Kriege (Beendete Kriege, aktuell laufende Kriege und noch zu führende Kriege.) Es gibt noch jede Menge Platz für zukünftige Kriege, Frankreich hat anscheinend noch einiges vor!

Ich glaube, ich hatte vergessen zu erzählen dass wir gestern noch im Wohnheim auf der Soiree Pizza waren, wo es reichlich Bier und -ratet mal was- gab. Dementsprechend fit hab ich mich am Vormittag auch gefühlt.

Nachtrag am Sonntag:
Bis jetzt hatte ich diese Berge von denen alle erzählen sie würden um Grenoble rum stehen für ein Gerücht gehalten. Im Nebel hatte man zwar ein paar müde Hänge am Horizont gesehen, die sahen aber eher aus wie das „Hochgebirge“ um Villingen-Schwenningen. Aber heute reißen die Wolken auf und da war ein Berg! Groß, Dunkel, mit Schnee am Kopf.
Es ist wirklich schön in Grenoble und es ist schade dass es morgen schon weitergeht; aber ich werd wiederkommen und mir dieses Gebirge bei besserem Wetter mal genauer anschauen. Versprochen.


Nachtrag am Montag:
Irgendwie nimmt hier niemand das Rauchverbot am Bahnhof ernst. Grade in Clemont.
-Ferrand hat mir der Kerl, der die Lok an die Waggons ankuppelt, sogar einen Zug von seinem Dübel angeboten. Nice!
Ansonsten gibt’s wenig Interessantes über die Fahrt zu berichten. Der Hiasl hat mich noch zum Bahnhof gebracht, hat gewunken und ist dem Zug hinterhergelaufen. Aber seitdem ist nichts mehr Spannendes passiert und ich hab die meiste Zeit geschlafen. Ich  melde mich aus Paris wieder!

1 Kommentar 19.11.08 18:13, kommentieren

Nebel des Grauens

So, jetzt bin ich in Grenoble und bekomme herzlich wenig davon mit, dass diese Stadt von Bergen umgeben ist. Seit meiner Ankunft verschwindet alles außerhalb der Stadtgrenzen im dichten Nebel. Ansonsten ist es aber echt schön. Gestern abend wollten wir auf eine Wohnungsparty gehen, sind aber dann vor dem Haus gestanden und haben für unseren Geschmack zu wenig Partylärm aus den Fenstern gehört. Also sind wir vorübergehend in eine Kneipe gegangen und haben später noch auf den Straßen von Grenoble eine Flasche billigen roten Wein vernichtet. Dann sind wir noch an einem Club vorbeigekommen und wollten fragen was denn der Eintritt heute kosten würde. Zum Glück stand allerdings irgendein wichtiger Mensch auf der Straße, der aussah wie Brendon Frasier und uns gratis mit rein genommen hat. Sehr schön, so hat jeder 10 Euro gespart. Gott sei Dank war der Pegel noch ganz gut so mussten wir nicht auf das Bier im Club zurückgreifen. 5 Euro für ein 0,25 Bier! Das ist eine 20-Euro-Mass!!!!!!!! Das sollten sie mal am Oktoberfest bringen. Dann brennt das Zelt.
Heute haben wir dann kurz nach dem aufstehen unsere Wanderpläne fallen lassen weil erstens wieder Nebel war und zweitens wir noch zu müde waren um irgendwas außerhalb der Laufweite von Cafes und Bäckereien zu unternehmen. Also Kultur. Im Musee de Grenoble gibt’s eine großartige Sammlung von Chagall bis Picasso von den alten Ägyptern bis zu modernen Skulpturen. Aber irgendwie sind Museen wie All you can eat Buffetts. Sie füllen dich erst mit Weißbrot (Naturalisten und Religiöser Malerei) ab und wenn dann das wirklich tolle kommt ist man schon voll.
Vielleicht geht’s ja morgen auf den Berg.
Viele Grüße!
Wolle

16.11.08 19:16, kommentieren

So schön kann doch kein Mann sein...


Ich wurde angehalten, doch auch mal an dieser Stelle zu erwähnen, wie bezaubernd schön doch der Cornii sei. Das wäre hiermit also erledigt. Trotzdem braucht auch er noch Kleidung, die seinen Glamour nicht überstrahlt sondern unterstützt. Also sind wir heute mit der U-bahn ohne Fahrer – ein komisches Gefühl wenn man ganz vorne sitzt und die Sicht in den Tunnel hat – in die Stadt gefahren und haben uns mit Valerie all die tollen Dinge angeschaut die wir uns nicht leisten können. DVD-Boxen, CDs und natürlich auch viele, viele Klamotten. In einem der Edelkaufhäuser gibt es lebende Schaufensterpuppen. Das sind Mannequins, die schwarze Perücken tragen, mindestens 1,90m Meter groß sind und aussehen als hätten sie seit Ostern 2002 nichts mehr gegessen. Die stacksen dann auf ihren High Heels vor den Rolltreppen rum und zeigen den normalen Menschen was sie alles tragen könnten, wenn sie auch so aussehen würden. Bezaubernd. Wir haben uns wie gesagt nur umgesehen, waren uns aber einig dass wir in den roten Pumps der Winterkollektion einfach großartig aussehen würden.

Außer der oben schon erwähnten fahrerlosen U-Bahn gibt’s hier in Lyon noch mehr abenteuerliche Transportmittel. Z.B die Zahnradbahn oder die Seilbahn, die wie eine Cable Car nach oben zu meinem Hostel fährt von wo aus ich übrigens einen fantastischen Ausblick über das nächtliche Lyon habe.

Heute Abend werden wir noch mal ordentlich Halligalli machen und dann geht’s morgen Mittag auch schon weiter nach Grenoble. Bis dann!
@Eva: Die Altglascontainer hier schauen aus wie riesige EEEEEEVAs!
Viele Grüße
WollE

P.S: Erinnert ihr euch an Marie, die ambitionierte Detektivin aus meinem Französischbuch? Fassungslos musste ich heute im Kapitel „Indirekte Rede“ lesen, wie sie nach Lyon fährt (!) und eine verdächtige Person über den Place Bellecour verfolgt. Ihr Kontaktmann ist auch noch Deutscher (qui cache son jeu). Da muss was faul sein!

3 Kommentare 14.11.08 10:40, kommentieren

Arthur est un perropuet...


Gestern sind wir noch ein bisschen durch die Stadt gelaufen, haben einige Kirchen besichtigt und Lyon von oben gesehen. In der Jugendherberge bin ich unter anderem mit einem klugscheißenden Algerier im Zimmer der laufend mein Französisch kritisiert. Vermutlich hab ich’s verdient, ich hab erschreckend viel vergessen von dieser Sprache. Gott sei Dank habe ich mir ein kleines Buch besorgt (Französisch für Büffelmuffel) das dieses Manko hoffentlich bald wieder beseitigt. Das erste Kapitel handelt von Yaya, dem marokkanischen Zuhälter, der Ludmilla die nichts ahnende Russin auf den Strich schickt. Gott sei Dank gibt es da noch Marie die ambitionierte Hobbydetektivin, die sich der Sache annimmt. Ich bin ja schon so gespannt wie es ausgeht! Immerhin ist es lustiger als mein Schulbuch das mit den Worten „Arthur ist ein Papagei...“ begann.

Am Abend sind wir dann noch mit Valerie, Katharina und Carolin was trinken gegangen. Hier kostet das Bier 5,60 und mir wurde gesagt, das wär noch günstig. Irgendwie hatte ich Sehnsucht nach dem Bierpreis in Regensburg und sogar nach dem in Wien. Auf jeden Fall war der Keeper der vollste im gesamten Lokal und hat im Minutentakt Gläser zerschmissen. Besonders großartig war sein Kampf mit einer Espressotasse, die auch nach dem 5. Versuch nicht an ihrem Platz liegen bleiben wollte und dann wie vieles andere am Boden zu Bruch ging.

Heute früh habe ich dann verschlafen und wurde um 11 von dem fröhlichen Putzmann geweckt der durchs Zimmer wischte. Um 12 ging´s dann los auf den Berg über Vieux Lyon, wo 2 römische Theater nebeneinander stehen (Das erste Multiplex der Welt). Außerdem gibt’s da oben eine ziemlich schöne Kirche mit enorm vielen Mosaiken.
Dann wars aber Zeit für einen Kaffee und das Savoir Vivre oder Laissez Faire oder wie auch immer die Franzosen das Nichtstun so blumig umschreiben. Es gibt hier großartige kleine Cafes in denen man den ganzen Tag nichts anderes tun könnte als Leute auf der Straße beobachten.
Am Nachmittag gingen wir an den Geburtsort des Kinos, der Villa der Lumieres in der der Kinematoraph erfunden wurde. Ehrlich gesagt war das Museum das daraus gemacht wurde ein wenig enttäuschend weil alle Filme digital projiziert waren und man keinen von den wirklich wichtigen Apparaten in Action erlebt hat. Außerdem weigern sich die Franzosen die Exponate auch in Englisch zu beschriften, was den Lenrneffekt recht gering hält. Zumindest bin ich an genau der Stelle gestanden wo der Kollege Lumiere für den „ersten Film der Welt“ (DIE ARBEITER VERLASSEN DIE FABRIK) an der Kamera gekurbelt hat. Der Blickwinkel der Kamera ist zwar von Leuchtpunkten am Boden markiert aber anstatt der Fotofabrik ist in dem Schuppen im Hintergrund jetzt ein Kino mit neuer Glasfassade untergebracht. Heute Abend gehen wir dann essen und danach wird auf einem Schiff gefeiert oder im GROUND ZERO. Klingt nach Abrissparty.

2 Kommentare 13.11.08 10:54, kommentieren

Genf. unkonventionell.


Am letzten Abend in Bologna waren wir noch in einem wirklich schönen Transylvanischen Pub / Themenlokal. Der Himmel für jeden Emo! Außerdem machten wir Bekanntschaft mit Christian (Ich glaub er hieß so) aus Bochum, einem Aussteiger über 50, der uns auf seiner Mundharmonika den Blues spielte. Außerdem war er total begeistert, dass er auf deutsche traf und hat uns die halbe neue deutsche Welle vorgesungen. Danach haben wir uns noch einen Sessel aus dem Müll gezogen und es uns in Astrids Straße bei einem Bier gemütlich gemacht.

Am nächsten Tag stand die Fahrt Bologna-Lyon an, was ja wegen des Streiks recht kompliziert war und im Endeffekt fast 30 Stunden gedauert hat. Während der Zeit habe ich immer wieder in meinem Block Notizen gemacht, die ich einfach mal abtippen werde, dann versteht ihr vielleicht eher was los war als wenn ich’s einfach so nacherzähle:

06:00 Uhr

Endlich sitz ich im Zug nach Mailand. Astrid dachte die letzten zwei Tage, ich würde unbedingt aus Bologna weg wollen, was aber so nicht stimmt, ich war nur a bisssl gestresst wegen der ganzen Sciopero-Geschichte und sauer dass ich deswegen die schöne Strecke über San Remo und Nizza am Meer entlang nicht fahren kann. Bologna ist super. Im Ernst. Eigentlich sollte da jeder mal hin und ohne Stadtplan für ein paar Tage nur spazieren gehen.
Jetzt ist es 6 Uhr früh und Astrid, Manu und Michi sind tatsächlich zu dieser unchristlichen Zeit aufgestanden um mich zum Bahnhof zu bringen. Das ist echt lieb von ihnen und irgendwie tun sie mir ziemlich leid wie sie da am Bahnhof stehen und mir nachwinken. Ich glaub ich hätte den Weg auch allein gefunden. Vor allem der Manu war total geschreckt als ich nach 2 Stunden Schlaf um 5 das Licht im Zimmer angemacht habe und hat geschaut wie ein Reh auf der Landstraße.
Jetzt sitz ich also im Zug und bin total aufgeregt und freu mich. Irgendwie weiß ich zwar nicht warum und worauf, aber es wird sicher toll. Gerade ist noch der Schaffner rein gekommen und er meinte wegen dem Streik wäre heute leider die Heizung nicht in Betrieb. Recht so. Sollen sie frieren die Arschlöcher im Streikbrecherzug. Allerdings wäre es wohl eigentlich auch nur ein Knopfdruck für ihn. Außer Trenitalia hat noch Kohleschaufler nur für die Heizung, die heute Sciopero machen.

11:30 Uhr

Ich liebe den Bahnhof von Mailand, alle die schon mit mir dort waren werden das wissen. Ein neoklassizistischer Supergau irgendwo zwischen Albert Speer und Gotham City. Als hätte Mussolini persönlich eine Sandburg gebaut.
Mit Zügen schaut´s mies aus, anscheinend gibt es einen Ersatzbus von dem aber niemand weis, wo er losfährt. An jedem der Schalter stehen Schlangen lang wie eine U-Bahn in denen ich schon mindestens 2 Stunden verbracht habe. Die Ansteherei wird dadurch erschwert, dass der italienische Mob unfähig ist eine Reihe zu bilden und sich deshalb immer als Klumpen um den Schalter drängt. Hin und wieder taucht ein Fernsehteam auf und entreißt verzweifelten Pendlern ihre Warhol´schen 15 Minuten.
Immer wenn ich mich kurz auf den Boden hocken will kommen sofort irgendwelche Bahnhofscarabinieri und gschafteln mich weg.
Ich wird jetzt erst mal meinen Großen Rucksack einsperren und mich ein bissl in Mailand umschauen wenn ich schon mal da bin. Vielleicht kann ich ja eine Nacht hier bleiben.

16:30 Uhr

Immer noch hübsch dieses Mailand. Bin dem Dom aufs Dach gestiegen und hab eine Menge Nebel gesehen. Im Hostel ist leider kein Bett mehr frei und der Bahnhof hat wegen Renovierung keine Fenster. Fuerte Ventilacion! Da kann ich definitiv nicht pennen sonst hol ich mir den Tod und das wär grad ungünstig. Also habe ich mich nach allen Zügen erkundigt die noch fahren, ich kann ja mit dem Ticket gratis fahren und im Zug ist es warm und gemütlich. Tadaaa! Um halb 7 geht’s über Stuttgart nach Genf. Dort muss ich nur noch 4 Stunden warten und kann denn Zug nach Lyon nehmen. Wenn die jetzt aber den Zug nach Stuttgart jetzt doch noch canceln krieg ich einen Schreikrampf.

03:00 Uhr

So, jetzt bin ich in Genf. Leider haben sie mich aus dem Bahnhof geworfen also dachte ich, ich schau mir mal den See hier an. Seit Sonntag früh hab ich nicht mehr geduscht und auch nicht mehr als eineinhalb Stunden geschlafen – hat im Zug nicht geklappt- aber irgendwie bin ich trotzdem fit. Ich fühle mich wie mein italienischer M&S Softpack. Zerknittert, nicht ganz frisch aber irgendwie ist immer noch was drin.
Der See ist Nachts richtig schön und so klar, dass man sogar jetzt noch auf den Grund sieht. Außerdem ist die Oberfläche so spiegelglatt und ruhig dass man sie gar nicht sieht. Die Partyenten, die grad von der Disco heim schwimmen scheinen in der Luft zu schweben. Ich glaube, das kann man  nicht wirklich beschreiben. Kommt her und schaut es euch selbst an. Wenn ihr euch beeilt dann treffen wir uns. Ich sitze hier bis halb 6 auf meiner kleinen Sandlerbank gegenüber von der „General Guisan“ (Ein Ausflugsschiff) und freu mich über jeden Besuch. Ich habe den Verdacht, die Partyenten interessieren sich mehr für meine Kekse als für mich.


05:00 Uhr

Mir ist kalt.


09:00 Uhr

Endlich bin ich in Lyon, der erste Zug ist ausgefallen, weil in Frankreich irgendein Feiertag ist, aber jetzt bin ich endlich am Ziel. Leider fehlt der Cornii. Hat verpennt und meint, er käme erst in einer halben Stunde. Na gut, nach fast 30 Stunden kommts jetzt darauf auch nicht mehr an.

2 Kommentare 13.11.08 10:45, kommentieren

Die Hassnovelle

Gestern Abend is alles schiefgelaufen, was nur schief gehen kann. Bei der Geburtstagsfeier haben wir prächtig zu Abend gegessen und dann auf 12 Uhr gewartet um zu der Cluberöffnung zu kommen. Kaum waren wir in der Stadt fing das Chaos an. Keiner wusste , wo der Laden eigentlich ist und wir sind ziellos durch Bologna geirrt. Als sich der Alkoholpegel einem gefährlichen Nullpunkt näherte wollten wir ins Hobby One gehen, wo der Drecks-Türsteher aber meinte heute wäre Hemdentag und mit meinem T-Shirt käm ich hier nicht mal aufs Klo. Screw You Fuckhead! Mittlerweile war es schon Halb 2. Bologna Fun Fact #33: Ab 2 Uhr wird kein Alk ausgeschenkt. Das nahm uns selbst die letzte Möglichkeit unseren Pegel für unanständig viel Geld wieder zu beleben. Wir haben dann doch noch eine wirklich coole Bar gefunden die uns bis halb drei Heineken verkauft hat. Danach gabs noch ein Dosenbier beim Pizzastand und ein Gemübeisa mit Paul und Bruno dem sturzbetunkenen Saudi-Araber. Pünktlich um viertel nach 5 haben wir Michi und Manu vom Bahnhof abgeholt, aber ich hab eine erbärmliche Figur dabei abgegeben weil ich total am Sack war. Ab ins Bett, bis ein Uhr schlafen und dann Frühstücken. Bin immer noch nicht ganz Fit.

Jetzt geht’s wieder zum Bahnhof. Ich habe Trenitalia den Djihad erklärt und werde jetzt ein bisschen Wahalla in der Bahnhofshalle machen. Die meinen wirklich dass mich morgen kein Zug aus dieser Bananenrepublik bringt. Stronzi tutti quanti!

Kaputt grüßt der Wolle

2 Kommentare 9.11.08 16:51, kommentieren

40er Arsch in 36er Hose


Wenn ihr wissen wollt, wie wir uns nach dem Essen gefühlt haben, lest nochmal die Überschrift. Trotzdem ging zum Frühstück schon wieder ein Käsbrot, Schinken und Apfel. Bologna, la grassa.
Dann machten wir uns auf den Weg zur Bußwallfahrt um für unsere Sünde der Völlerei Vergebung zu erlangen. 3,5km bergauf, unter exakt 666 Torbogen die Collina hoch zur Kiche Santa Luca.
Währen wir oben nicht in Schmerzen zusammengebrochen dann hätten wir einen wunderschönen Ausblick über Bologna und jede menge Umgebung gehabt. (Irgendwelche Leute sind die Strecke sogar gejoggt. Freaks.) In der Kirche wurde um Spenden gebeten, damit Messen für die armen Seelen im Purgatorium gelesen werden können. Ich bin mir nicht ganz sicher, aber wurde die Vorhölle nicht vor einiger Zeit vom Vatikan höchstselbst abgeschafft? Wer will kanns ja googeln.

Am Abend hatte ich dann mein erstes Interview. Filippo von „Fausto´s Precious Soul“ und „The Sea came by“ ist ein wirklich netter Kerl, der eigentlich am Lehrstuhl für Astrophysik unterrichtet und nur nebenbei zum Spass Kurzfilme dreht. Er hat sich sehr über unser Interesse gefreut, der Astrid eine Rose gekauft und über Berlusconi geschimpft.

Jetzt geht’s noch auf eine Geburtstagsfeier und anschließend zur Eröffnung eines neuen Studentenclubs. Wir müssen bis 5 Uhr durchhalten (Wie soll das nur gehen?!?!?!:-)) weil dann Manu und Michi mit dem Nachtzug ankommen und abgeholt werden wollen.

A propos Zug: Sofern ich mich noch artikulieren kann werde ich mich nach einem Streikbrecherzug erkundigen, der mich vielleicht doch am Montag  nach Lyon bringt. Die schöne Küstenstrecke über San Remo kann ich aber wohl vergessen. Da is Scioppero.

Bis Morgen
Wolle

1 Kommentar 9.11.08 16:28, kommentieren